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Netzwerk Übertragungsmedien

In Netzwerken kann die Kommunikation über verschiedenste Übertragungsmedien erfolgen. Die Auswahl des passenden Mediums hängt von der verwendeten Topologie ab und unterliegt einigen wichtigen Einflussfaktoren. Dazu gehören: Reichweite, Übertragungsgeschwindigkeit, Bandbreite und Dämpfung.

Die möglichen Übertragungsmedien lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Leitergebundene- und Leiterungebundene Medien. Bei ersterer Variante sind die Netzwerkgeräte mit einer physikalischen Leitung verbunden, bei Leiterungebundenen Medien erfolgt die Signalübermittlung mittels Kurz- und Langstreckenfunk.

Leitergebundene Übertragungsmedien

Diese Medien haben den Vorteil der hohen Datensicherheit und der schnellen Übertragungsgeschwindigkeit. Um in das Netzwerk eindringen zu können muss immer ein physikalischer Kontakt hergestellt werden. Die Geschwindigkeit resultiert aus den guten Abschirmungsmöglichkeiten und der dadurch entstehenden niedrigen Fehlerrate.

Jedoch entstehen durch eine Leitergebundene Netzwerkarchitektur erhebliche Kosten durch das verlegen der Kabel und für das Material selbst. Auch ist das Netzwerk kaum flexibel und kann nicht mobil betrieben werden.

Übersicht Leitergebundener Übertragungsmedien

  • Kupferkabel
  • Koaxialkabel
  • Lichtwellenleiter

Nach DIN 44312-5 und EN50173 sind verschiedene Leitungstypen in sieben Kategorien eingeteilt worden.

Kat. Verwendung Bandbreite Beispiel
CAT1 Sprachkommunikation bis 100 kHZ Telefonleitung
CAT2 ISDN und LAN bis 1 MHz Neuere Telefonleitung, Koaxial
CAT3 LAN Verbindungen bis 16 MHz UTP-, STP-Kabel, Koaxial
CAT4 LAN Verbindungen bis 20 MHz UTP-, STP-Kabel
CAT5 LAN Verbindungen bis 100 MHz UTP-, STP-Kabel
CAT6 LAN Verbindungen bis 300 MHz STP-, S/STP-Kabel
CAT7 LAN Verbindung bis 600 MHz S/STP-Kabel

Leiterungebundene Übertragungsmedien

Im Gegensatz zu Leitergebundenen wird bei den Leiterungebundenen Übertragungsmedien das Medium Luft zur Signalleitung genutzt. Dies bringt viele Vorteile mit sich, die Geräte könne zum Beispiel mobil genutzt werden und es ist keine aufwendige und teure Verkabelung nötig. Allerdings ist die Angreifbarkeit eines Funknetzes viel höher als bei fester Verkabelung. Daher ist die richtige Absicherung von Funkverbindungen mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen sehr wichtig.

Ein weiterer Nachteil ist die relativ geringe Übertragungsgeschwindigkeit dieser Übertragungsmedien. Durch Reflexionen störender Gegenstände wie Decken und Wände oder durch Atmosphärischer Störungen wie Unwetter und Regen kann die Verbindungsgeschwindigkeit zusätzlich schwanken.

Die Übertragung von Daten über sehr große Entfernungen wird zum Teil mit Richtfunkantennen und Lasertransmittern realisiert. Auch Satelliten werden zur digitalen Datenübermittlung genutzt.

Übersicht Leiterungebundener Übertragungsarten

  • Funk (WLAN, DVB-T)
  • Ultraschall
  • Infrarot (Mäuse, Tastaturen)
  • Laser (Lasertransmitter)

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