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Netzwerk Hardware – Teil 2

Im letzten Artikel wurden bereits einige Netzwerk Hardware Geräte vorgestellt. Heute geht es mit dem Router, der Bridge und dem Gateway weiter.

Router

Ein Router kann Netzwerke mit unterschiedlichen Topologien verbinden. Er routet ankommende Datenpakete mit Hilfe einer Routingtabelle. Diese Tabelle beinhaltet statisch festgelegte Routen, kann aber auch dynamische Routen verwalten.

Bei der Verbindung verschiedener Netzwerke werden ggf. auch Paketlängen und Datendurchsatz angepasst. Sollten nicht routbare Protokolle zum Einsatz kommen, ist ein sog. Brouter nötig. Er vereint die Funktion eines Routers und einer Bridge. Der Router arbeitet auf den ersten 3 Schichten des OSI-Modells. Alle Pakete werden per Hardware geroutet und benötigen dadurch sehr geringen Berechnungsaufwand. Je nach eingesetzter Hardware, ist es möglich mehrere Gigabit pro Sekunde weiterzuleiten ohne die Bandbreite zu mindern.

Mit Hilfe geeigneter Software lässt sich auch ein ganz normaler Netzwerkrechner zum Router umfunktionieren. Windows beinhaltet diese Funktion standartmäßg.

Im privaten Bereich werden Router oft als DSL Router oder Internet Router benutzt. Technisch gesehen handelt es sich bei diesen Geräten jedoch um Gateways, welche auch auf der Schicht 4 des OSI-Modells arbeiten.

Gateway

Ebenso wie ein Router kann auch ein Gateway unterschiedliche Netze mit verschiedenen Protokollen und Topologien verbinden. Da ein Gateway im Gegensatz zu anderer Netzwerkhardware auch bis in den obersten OSI-Schichten arbeiten kann, ist er ideal geeignet um unbefugte Zugriffe zu sperren. Der komplette Kommunikationsverkehr kann dokumentiert und verarbeitet werden.

DSL Router bzw. Internet Router im Privaten Bereich entsprechen eher einem Gateway als einem Router, werden jedoch umgangssprachlich so bezeichnet.

Bridge

Eine Bridge verbindet mehrere Teilnetze miteinander. Sie speichert bekannte MAC-Adressen in einer speziellen Adresstabelle. Empfangene Datenpakete verbleiben in dem jeweiligen Teilnetz. Nur entsprechend adressierte Pakete werden in ein anderes Teilnetz gesendet. Dadurch können größere Netze entlastet werden, Netzwerke mit begrenzter maximaler Teilnehmerzahl können erweitert werden. Störungen in einem Netz werden nicht in die Anderen weitergegeben, die allgemeine Datensicherheit wird also erhöht.

Eine Remote-Bridge bzw. LLC-Bridge kann Teilnetze mit unterschiedlichen Zugriffsverfahren verbinden. In der Bridge findet eine „Übersetzung“ der Daten statt.

Patchpanel / Patchfeld

An ein Patchfeld können Daten- und Telefonleitungen angeschlossen (gepatched) werden. Die Signale werden auf entsprechend installierte Ports (meist RJ45) geleitet. Dabei werden die Signalflüsse in keinster Weise manipuliert oder verarbeitet, es findet nur eine Weiterleitung vom Kabel an den Port statt. Patchpanel sind häufig im 19 Zoll Format in Netzwerkschränken zu finden. Sie sind ein wichtiger Teil der strukturierten Verkabelung.

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