IT Wissen nicht nur für die Ausbildung

Start » Lernstoff » Hardware » Netzwerk Hardware

Netzwerk Hardware

Die Funktionen aller hier genannten Netzwerkkomponenten (bis auf die Netzwerkkarte) können auch softwareseitig mit einem ganz normalen PC realisiert werden. Um jedoch die Kosten gering zu halten und die Netzwerkleistung zu erhöhen, werden spezielle Hardwarekomponenten hergestellt. Eine Übersicht findest du hier.

Aktuelle Netzwerkgeräte sind meist in der Lage die Funktionen mehrerer der unten aufgeführten Geräte zu vereinen. Dies spart Kosten und erleichtert die Wartung des Netzwerks.

Durch eine integrierte MAC-Adresse ist jede weltweit erhältliche Netzwerkhardware eindeutig identifizierbar. Diese Adresse wird vom Hersteller während der Produktion vergeben und lässt sich nicht ändern.

Netzwerkkarte

Um einen Computer mit einem Netzwerk verbinden zu können, wird eine Netzwerkkarte benötigt. Sie stellt die physikalische Verbindung auf den Schichten 1 und 2 des ISO/OSI-Referenzmodells her. Die Karte unterstützt eine oder mehrere Datenübertragungsraten und stellt ggf. mehrere Anschlüsse für unterschiedliche Übertragungsmedien (TP-Kabel, Koaxialkabel) zur Verfügung. Bauteile der Karte sind: Busschnittstelle, Netzwerkinterface und Kommunikationslogik.

Aktuelle Mainboards haben meistens eine Netzwerkschnittstelle integriert (onboard). Eine Netzwerkkarte wird da nicht mehr benötigt.

Switch

Ein Switch wird benutzt um mehrere Computer oder Teilnetze zu verbinden. Er weist ähnliche Eigenschaften wie ein Router und eine Bridge auf, und wird deshalb auch als Multiport-Bridge bezeichnet. Mit Hilfe eines Switches ist es auch möglich ein vorhandenes Netzwerk in mehrere Subnetze aufzuteilen.

Eine variable Anzahl von Ports (meisten 8, 16 und mehr) ermöglicht die Verbindung vieler Endgeräte bzw. weiterer Switches. Jeder Port kann unabhängig Daten empfangen und senden. Es entstehen keine Datenkollisionen wie beim Hub.

Store and Forward Switching

Bei dieser Switching-Methode werden eintreffende Datenpakete vollständig gelesen und eine Prüfsumme erstellt. Fehlerhafte Pakete können sich dadurch nicht im Netzwerk verbreiten. Allerdings leidet die Geschwindigkeit durch diesen Prüfprozess.

Cut trough Switching bzw. On the Fly Switching

Bei dieser Methode wird nur die Zieladresse gelesen und die Datenpakete ohne Fehlerprüfung weitergeleitet. Dadurch werden vergleichsweise kurze Verzögerungszeiten erreicht. Fehlerhafte Pakete können erst beim Empfänger gefiltert werden. In großen Netzen kommt es daher zu erheblich mehr Netzlast.

Hub

An einen Hub werden PCs oder Netzwerkkomponenten sternförmig angeschlossen. Er wird daher auch als Sternkoppler bezeichnet. Die physikalische Verbindung findet dabei auf der Schicht 1 (Bitübertragungsschicht) des OSI-Referenzmodells statt.

Hubs senden eingehende Datenpakete an alle angeschlossenen Teilnehmer was eine hohe Netzlast nach sich zieht. Moderne Switching-Hubs stellen jedoch die Pakete nur an den Empfänger durch. Passive Hubs stellen lediglich eine elektrische Verbindung zwischen den angeschlossenen Stationen her. Aktive hingegen verstärken das eingehende Signal und funktionieren wie ein Repeater.

Repeater

Ein Repeater wird in großen Netzen zur Signalregeneration eingesetzt. Die beiden angeschlossenen Stränge müssen die gleiche Topologie haben und die gleichen Protokolle benutzen. Ein Wechsel des Übertragungsmediums (z.B. LWL auf TP-Kabel) ist aber möglich.

Dieses Netzwerkgerät arbeitet auf Ebene 1 des OSI-Referenzmodells. Es stellt auf der Bitebene lediglich eine elektrische bzw. optische Verbindung her. Bei Netzwerken mit Bustopologie kann mit Hilfe eines Repeaters die maximal zulässige Länge erweitert werden. Die zur Verfügung stehende Bandbreite wird jedoch nicht erhöht.

Ähnliche Artikel

Weiterempfehlen

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Keine Chance unser IT-Wissen zu verpassen: